Fehler bei der Hautpflege

Häufige Fehler bei der Hautpflege war  mein aktuelles Thema bei der „Wir in Bayern“-Sendung vom 30. September. Jahr für Jahr geben wir Deutschen Milliarden von Euro für Hautpflege aus. Ab Minute 14 geht es darum, welche häufigen Fehler man vermeiden sollte und was es generell bei der Hautpflege zu beachten gibt.

Die Sendung ist ab sofort auch für ein Jahr (bis Oktober 2020) in der BR-Mediathek verfügbar:

https://www.br.de/mediathek/video/wir-in-bayern-30092019…

Die häufigsten Fehler bei der Hautpflege

Wie immer gibt es zu unserem Thema der Sendung im Bayerischen Fernsehen auch ein Interview auf der BR-Website. Hier eine Zusammenfassung:

Die Pflege passt nicht zum Hauttyp

  • Fettige Haut reagiert auf zu reichhaltige Kosmetika mit verstärkten Unreinheiten, dies kann bis zu einer durch Kosmetika ausgelösten Akne führen (Acne cosmetica).
  • Trockene Haut dagegen profitiert von einer Pflege, die neben Feuchtigkeit auch einen höheren Fettanteil enthält. Wichtig: Bei trockener Haut kein reines Öl zur Pflege verwenden, da es ihr  auch an Feuchtigkeit mangelt. Gerade reines Olivenöl kann Hautirritationen auslösen.
  • Menschen mit empfindlicher, zu Allergien neigender Haut sollten Konservierungs- und Duftstoffe vermeiden, da diese zu den häufigsten Kontaktallergenen gehören.
  • Es ist ein Mythos, dass trockene Haut nicht eingecremt werden sollte. Trockene Haut kann durch eine geeignete Basispflege in ihrer Funktion als Schutzbarriere gestärkt werden. So kann der Bildung von Ekzemen vorgebeugt werden.

Wählen Sie die richtige Hautpflege für Ihren Hauttyp.

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Pflege am besten zu Ihrer Haut passt, lassen Sie sich z.B. vom Hautarzt oder der Kosmetikerin beraten. Die richtige Basispflege kann oft schon eine deutliche Verbesserung des jeweiligen Hautzustandes bewirken.

Die häufigsten Fehler und wie man sie vermeidet

  • Pickel ausdrücken: Durch das Drücken wird der Eiter eher tiefer in das Gewebe gedrückt. Die Folge können tiefreichende Entzündungen und Narben sein. Im Gesicht verlaufen Blutgefäße mit einer Verbindung zum Gehirn, die theoretisch bei Manipulationen an entzündeten Stellen zu einer Thrombose im Gehirn oder zu Hirnhautentzündung führen kann. Regelmäßiges Händewaschen ist genauso selbstverständlich wie das Display des Smartphone gelegentlich zu desinfizieren. Außerdem: Finger weg aus dem Gesicht! Pickel sind oft auch die Folge einer falschen Hautpflege, Lebensführung oder von Stress (durch die gesteigerte Cortisolproduktion) oder einer Akne-Erkrankung. Lassen Sie sich entsprechend beraten.
  • Zu heiß duschen: Zu heißes/zu langes Duschen oder Baden und die Verwendung gewöhnlicher Seife greift unseren natürlichen Lipidschutzmantel der Haut an. Die Folge kann verstärkte Trockenheit der Haut, Juckreiz und Ekzeme sein. Unsere Hautschutzschicht ist dann anfälliger für mögliche Krankheitserreger. Benutzen Sie statt gewöhnlicher Seife besser sog. Syndets (synthetische Waschsubstanzen), die den sauren pH-Wert der Haut berücksichtigen. Gerade Menschen mit trockener Haut sollten eher kurz und mit kühlem Wasser duschen. Nach der Dusche die Haut nicht trocken rubbeln, sondern sanft trocken tupfen. Ein Abtupfen ist völlig ausreichend. Anschließend die leicht feuchte Haut direkt nach dem Duschen eincremen, dadurch ist die Pflegewirkung am höchsten. Lieber öfter wenig eincremen als selten dick eincremen, denn die Aufnahmekapazität unserer Haut ist begrenzt.
  • Häufiger Wechsel der Hautpflegeprodukte: Insbesondere bei empfindlicher Gesichtshaut von Erwachsenen, die mit Spannungsgefühl und Brennen einhergeht, keine Pflege mit zu hohem Fettanteil verwenden und die Kosmetik nicht permanent wechseln. Haben Sie eine Pflege gefunden, die Sie gut vertragen, bleiben Sie dabei.
  • Keine Gesichtswäsche am Abend: Die abendliche Reinigung des Gesichts ist ein Muss, da Sie hier die Haut von Talgresten, abgestorbenen Hornzellen, Schmutzpartikeln oder auch Schminkresten befreien. Die mögliche Folge sind verstopfte Poren, Entzündungen und eine vorzeitige Hautalterung mit Bildung von Altersflecken.

Das vollständige Interview finden Sie wie immer hier.