Sonnenschutz

Mit der Sonne ist es wie mit vielen Dingen im Leben: die Dosis macht das Gift. Das gilt auch für die Sonne als Symbol der Lebenskraft. Sie vitalisiert, spendet Wärme und hebt die Stimmung. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Sonne schützt vor akuten Schäden wie Sonnenbrand und Langzeitschäden wie Hautkrebs und Hautkrebsvorstufen. Worauf sollte man also achten?

UV-Strahlung

Das ultraviolette Licht der Sonne wird in UVA-, UVB- und UVC-Strahlen unterteilt. Lediglich die UVC-Strahlen werden von der Ozonschicht abgehalten. Die UVA- und UVB-Strahlen treffen auf unsere Haut und können diese nachhaltig schädigen.

  • UVA-Strahlen bräunen die Haut schnell, was jedoch nicht lange anhält. Sie sind für die vorzeitige Hautalterung und Faltenbildung verantwortlich. Zudem kann durch UVA-Strahlen Hautkrebs ausgelöst werden.
  • UVB-Strahlen machen lang anhaltende Bräune. Wenn Sie sich langsam an die Sonne gewöhnen, entsteht durch die UVB-Strahlung eine so genannte Lichtschwiele auf der Haut. Dadurch werden die UV-Strahlen absorbiert und die Haut ist vor Sonnenbrand und Zellschäden geschützt. Wenn Sie Ihre Haut jedoch zu lange ungeschützt der Sonne aussetzen, können die UVB-Strahlen Sonnenbrand verursachen. Zudem können die Strahlen das Erbgut der Zellen verändern, was Hautkrebs zur Folge haben kann.

Eigenschutzzeit der Haut

Wie schnell Sie einen Sonnenbrand bekommen, ist von Ihrem Hauttyp abhängig:

Typ 1: sehr helle Haut, häufig mit Sommersprossen, blaue Augen und helle Haare (meist blond oder rot), bräunt nie
Sonnenbrandgefahr: sehr hoch
Eigenschutzzeit der Haut: maximal zehn Minuten

 

Typ 2: helle Haut und blonde Haare. Blaue, graue oder grüne Augen, bräunt kaum bis mäßig
Sonnenbrandgefahr: hoch
Eigenschutzzeit der Haut: maximal zwanzig Minuten

 

Typ 3: leicht gebräunter Teint, dunkelblonde oder braune Haare, meist grüne, graue oder braune Augen, bräunt schneller als Hauttyp 2
Sonnenbrandgefahr: mittel
Eigenschutzzeit der Haut: maximal dreißig Minuten

 

Typ 4: Südländischer Typ mit braunem Teint, dunklen Haaren und Augen. Bräunt schnell
Sonnenbrandgefahr: gering
Eigenschutzzeit der Haut: dreißig bis vierzig Minuten

 

Achtung: Die Einnahme einiger Medikamente kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Dazu zählen z. B. Tetracyclin-Antibiotika oder Johanniskraut-Präparate. Das ist auf der Packungsbeilage angegeben.

Was gibt es zu beachten bei der Verwendung von Sonnencremes?

  • Verwenden Sie eine Sonnencreme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor (LSF). Dieser gibt an, um wie viel sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. 
  • LSF 30 ist bei gesunder Haut ausreichend. Medizinischer Sonnenschutz mit LSF 50 ist beispielsweise erforderlich für den Schutz neuer Narbenflächen, Pigmentstörungen (Melasma und Weißfleckenkrankheit) und Hauterkrankungen, die durch Sonnenlicht verschlimmert werden (sogenannte Photodermatosen).
  • Die Sonnencreme sollte einen Schutz vor UVA(erkennbar am UVA-Symbol im Kreis) und UVB-Strahlung bieten. 
  • Der Preis der Sonnencreme sagt übrigens nichts über die Qualität aus. Tests haben ergeben, dass teure und günstige Produkte in etwa gleich gut abschneiden. 
  • Cremen Sie sich 30 Minuten bevor Sie in die Sonne gehen ein, da sich erst nach dieser Zeit der Schutz entfaltet. 
  • Sparen Sie nicht an der Creme-Menge. Ein Erwachsener benötigt pro Eincremen ungefähr 40 ml Sonnencreme. Und vergessen Sie nicht, auch die Ohren, Ellenbeugen und Augenlider einzucremen. 
  • Übrigens: Je mehr die Creme einmassiert wird, desto weniger schützt sie, da die UV-Filter nur auf der Oberfläche wirken. 
  • Cremen Sie regelmäßig nach, denn durch Schwitzen oder Baden geht Sonnencreme ab. Das gilt auch für wasserfeste Produkte. Wasserfest bedeutet, dass nach dem Baden noch 50% der Schutzwirkung vorhanden sein müssen! Bei extra wasserfest müssen es immerhin noch 80% sein.
Aber: Nachcremen verlängert die Schutzzeit nicht, es hält sie lediglich aufrecht! 
  • Cremen Sie sich auch im Schatten ein, denn ca. 50 Prozent der Strahlung können Sie auch dort erreichen.
  • Ein bewölkter Himmel schützt nicht vor Hautverbrennungen und -schäden. Eine dünne Wolkendecke hält nur etwa 20 Prozent der Sonnenstrahlen ab. 

Weitere Tipps gegen Sonnenbrand & Hautschädigung

  • Gewöhnen Sie sich langsam an die Sonne. Dann bildet die Haut eine sogenannte Lichtschwiele, die in etwa einem Lichtschutzfaktor von 4 entspricht.
  • Im Solarium vorbräunen schützt übrigens nicht vor Sonnenbrand und Hautschäden, da die UVA-Strahlen zwar schnell braun machen, aber keine Lichtschwiele aufbauen.
  • Meiden Sie die Mittagssonne (zwischen 11 und 15.00 Uhr).
  • Schützen Sie sich zusätzlich zur Sonnencreme mit Sonnenhut und Kleidung. Aber bedenken Sie, dass auch Kleidung keinen 100-prozentigen Schutz liefert. Durch ein weißes T´Shirt kommen noch etwa 40 Prozent der Strahlen durch. Wenn es nass ist sogar 80 Prozent. Besser schützen gelbe und schwarze Textilien. Den besten Schutz liefern spezielle Kleidungsstücke mit UV-Schutz. 
  • Vermeiden Sie immer einen Sonnenbrand. Unsere Haut verfügt leider über kein Frühwarnsystem vor UV-Strahlung. Rötet sich die Haut, ist die Schädigung bereits erfolgt.

Schützen Sie Ihre Haut! Sie haben nur diese eine!